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Los Fastidios – So Rude, So Lovely EP

Mit „So Rude, So Lovely“ geben Lost Fastidios nach acht Jahren mal wieder eine EP zum besten. Auf ihr finden sich insgesamt drei Songs wieder. Dazu gibt es noch fünf Bonustracks, bei den acht Liedern sind jedoch nur zwei neue dabei. Zum einen das titelgebende „So Rude, So Lovely“, ein klassisches 2-Tone Liebeslied und zum anderen „Hey You Are“ welches sehr Streetpunkig daher kommt.

Die restlichen Songs sind in neuen Versionen eingespielt worden. Mit dem Keyborder De Veggent hat man sich jemanden für den etwas anderen sound an Bord geholt. De Veggent stand vorher bei Red Ska am Keyboard und hat unter anderem dem Song „La Mia Vita“ seinen ganz eigenen Stempel aufdrückt.

„So Rude, So Lovely“ ist eine musikalisch tolle CD-EP in erster Linie für Fans der Band. Die Songs kommen im typischen Skinhead Reggea Sound der Band daher. Wie immer schöner Working Class Punk-Rock wie man es von den Antifa Hooligans aus Italien seit 1991 gewohnt ist.

„So Rude, So Lovely“ ist bei KOB Records erschienen.

Jan

G31 - Die Insel der der versunkenen Arschlöcher

Schöner angepisster Punkrock aus der Hansestadt. Female Fronted. Nicht überproduziert und könnte direkt aus den 80er oder frühen 90er Jahren des letzten Jahrhunderts stammen. Nicht nur musikalisch, auch vom abgearbeiteten Themenspektrum her. Abwechslungsreich und stellenweise mit einem kleinen Augenzwinkern geht es u.a. um Bullenliebe, Behördenkram, Negativität, AfD und Dystopie im Allgemeinen und Besonderen. „Du bist die Stinkmorchel in meinem Pilzgericht…“ ist übrigens meine Lieblingszeile des gesamten Albums.
„Die Insel der der versunkenen Arschlöcher“ ist das zweite Album der Hamburger Band um Fanzine-Kollegen Captain und seinen MitstreiterInnen. Den Vorgänger kenne ich leider nicht und kann daher wenig über die Entwicklung sagen. Aber insgesamt macht das Zweitwerk durchweg Spaß und erinnert mich manchmal ein bisschen an den ebenfalls gerade aufstrebenden RESISTENZ ´32. Vielleicht ein bisschen rauer aber mit ähnlich großem Hitpotential. „Wanda Wandalis“ und „Punkern gehen“ sind zum Beispiel zwei kleine Ohrwürmer. Ist vielleicht nichts für die ganz großen Festivalbühnen. Eher für die Zeltbühne oder die kleinen Läden, wo man vereinzelt noch rauchen darf. Hab ich hier auf CD, gibt es aber mittlerweile auch in kleiner Auflage auf Vinyl. Da sollte man sich bei Interesse ranhalten. Und ich kann es nur empfehlen.

DieVisitor - Der erste Stein

Hartnäckigkeit zahlt sich wohl aus...
Ich weiß nicht, wie oft FU mich angeschrieben und gefragt hat, ob ich schon in die neue Platte reingehört hätte. Wahrscheinlich hätte ich es auch mal wieder vergessen, etwas zur dazu zu schreiben und ehrlich gesagt hab ich es auch ein bisschen vor mich hergeschoben. Aber nun denn - Augen zu, Ohren auf und los geht´s:
Seit 2005 treibt die Band um den angesprochenen FU Ihr Unwesen. Nach etlichen Besetzungswechseln, Ein- und Ausstiegen, hat FU die Platte größtenteils (bis aufs Schlagzeug) allein eingespielt, auch wenn er sich auf dem Backcover mit einigen Damen hat ablichten lassen. Ob er damit zur PLASTIC BOMB #punktoo Debatte beitragen möchte, wage ich mal zu bezweifeln, zumal das Stück "Prinzessin" u.U. gerade einige Diskussionen befeuern könnte. Aber nunja, FU ist nunmal kein Kind von Traurigkeit und hat seit jeher einen großen musikalischen und textlichen Output, da bleibt ein bisschen Schwund manchmal nicht aus. Auf alle Fälle gibt es ne Menge Texte, die teilweise oft bearbeitete Szenethemen (Bullen, Alk, Kapitalismus, etc.) abarbeiten. Nicht unbedingt differenziert und besonders neu, aber mit ordentlich Wut im Bach vorgetragen. Auch der Sound kommt recht fett daher. Alle Achtung. Alles in allem schöner Deutschpunk, geradeaus mit "Ordentlich Kante". Das Vinyl in "Color-Eco-Mix-Farbe" kommt mit CD, auf der sich sogar noch 4 Bonustracks (vom ersten Demo) befinden.