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Los Fastidios – So Rude, So Lovely EP

Mit „So Rude, So Lovely“ geben Lost Fastidios nach acht Jahren mal wieder eine EP zum besten. Auf ihr finden sich insgesamt drei Songs wieder. Dazu gibt es noch fünf Bonustracks, bei den acht Liedern sind jedoch nur zwei neue dabei. Zum einen das titelgebende „So Rude, So Lovely“, ein klassisches 2-Tone Liebeslied und zum anderen „Hey You Are“ welches sehr Streetpunkig daher kommt.

Die restlichen Songs sind in neuen Versionen eingespielt worden. Mit dem Keyborder De Veggent hat man sich jemanden für den etwas anderen sound an Bord geholt. De Veggent stand vorher bei Red Ska am Keyboard und hat unter anderem dem Song „La Mia Vita“ seinen ganz eigenen Stempel aufdrückt.

„So Rude, So Lovely“ ist eine musikalisch tolle CD-EP in erster Linie für Fans der Band. Die Songs kommen im typischen Skinhead Reggea Sound der Band daher. Wie immer schöner Working Class Punk-Rock wie man es von den Antifa Hooligans aus Italien seit 1991 gewohnt ist.

„So Rude, So Lovely“ ist bei KOB Records erschienen.

Jan

Snob City Boys - This sound’s for us

Die Snobs aus Wiesbaden sind mir eher zufällig auf Facebook begegnet: das Plattencover mit dem fetten 161 Crew war sofort ein Eyecatcher, dazu das umgewandelte Doc Martens Logo. Musste ich unbedingt mal rein hören und so dreht nun das Vinyl der SHARP-Combo fröhlich seine Runden auf dem Plattenteller.

10 Songs sind auf dem Debütalbum zu finden. Klassische Skinhead-Themen werden genauso besungen, wie antifaschistische und proletarische Inhalte in historischen Kontexten. Eingängige Melodien und Singalongs treffen auf geballte "strictly antifascist Skinhead" Attitude mit einem ordentlichen "Act hard-look smart"-Habitus. Beim Songwriting wäre ein aktuelle Sicht auf die Geschehnisse in der Welt schön gewesen, das hätte dem Album sicherlich eine abschließende politische Note gegeben.

Alles in allem ein schöner melodischer Oi!-Sound der alten britischen Schule, geprägt von Bands wie den Stage Bottles und The Blaggers.

Jan 15.08.2020

Meanbirds - Confessions Of An Unrest Drama Queen

Meannirds werden am 21. August ihr erstes Album „Confessions Of An Unrest Drama Queen“ bei Concrete Jungle Records veröffentlichen. Derzeit macht die Band sich gerade im Nürnberger Underground breit.

Ich war beim Auspacken der CD schon schwer vom Cover begeistert. Ein Typ, der über seine Schulter schaut und selbstbewusst abschätzend guckt und dabei lässig ein Streichholz im Mundwinkel hat.

Bei der Band steht mit Magenta Caulfield der Sänger und Gitarrist von Rejected Youth am Mikro und auch den Bassisten Tim Heerwagen könnte mensch von Bands wie Shark Soup oder Dead City Rockets kennen. Dritter im Bunde ist Stefan Ludwig am Schlagzeug. Musikalisch bewegen sich die Jung im Bereich Punkrock.

Ganz neu und unerfahren ist die Kombo also nicht, Magenta hatte noch einige unfertige Lieder und viele Songideen und so fing man nicht bei null an und so beinhaltet die Scheibe zehn Punkrocknummern in einer Spielzeit von einer knappen halben Stunde.

Der Opener “The World on fire” macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Lässige Punkrocknummer mit Ohrwurmcharakter. Langeweile kommt nicht auf und so ist „On the Crusade“ eine schöne Streetpunk-Hymne zum Mitsingen und auch einer der persönlicheren Songs des Albums. Bei „Kiss Me Goodbye“ geht es etwas langsamer zur Sache. Mit “The Real Me” geht das Album leider nach knapp 30 Minuten auch schon zu Ende.

Alles in allem ein durchaus gelungenes Debüt.