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Mandel-Kokain-Schnaps - Rassist

Nach dem Motto "wir sind alle keine musikalischen Koryphäen, aber wir lieben was wir tun" wollen Mandel-Kokain-Schnaps ihre Zuhörer*innen mit in ihr Universum nehmen, ihre Sicht auf die Welt und Emotionen teilen und veröffentlichen nach zwei Jahren Proberaum und kleineren Konzerten ihre erste Single.

Mit ihrem Mix aus einfühlsamen Texten, großer Schnauze und einer gehörigen Portion Wut auf Rechts, sind Mandel-Kokain-Schnaps nur schwer in eine Schublade zu stecken. Die Sängerin Wenke ist samt der Band sehr umtriebig auf Facebook und Instagram. Wer also mehr von MKS hören will, dem seien die Plattformauftritte ans Herz gelegt.

Die 2018 in Berlin gegründete Band beschreibt ihre Musik als deutschen Pop-Punk-Rock, wollen sich da jedoch nicht genau festlegen lassen. Denn wie schon der ein oder andewre Song der Band beschreibt, müssen MKS gar nichts. Mit ihrer Rockröhre heizt die sexy-charismatische Frontfrau Wenke ordentlich ein und berührt gleichermaßen in den ruhigen Momenten die Herzen ihrer Zuhörer.

Für ihre erste Single haben sich MKS bewusst für Rassist entschieden damit gleich klar ist, wo der Hase lang läuft (nach links nämlich) und wofür sie stehen. Für MKS haben Rassit*innen, Afd‘ler und ihrer Wähler sowie anders geartete Nazis keinen Platz in Stadt und Land. Die Sängern weiß wovon sie spricht bzw. singt, als gebürtige Usedomerin kommt sie aus einem Bundesland in dem es diverse Städte gibt die als „no go Areas“ und „National Befreite Zonen“ gelten. Als Sängerin, die sich viele Jahre nicht getraut hat ihre Träume zu leben, möchte sie anderen Mädels Mut machen und ihnen vermitteln, dass sie das Leben führen sollen was sie wollen und nicht das, was die Gesellschaft vorgibt wie eine anständige Frau zu sein hat. Denn darunter hat sei lange gelitten. Das Spiegelt sich auch in ihrer Musik wieder, Getreu der Maxime: Kopf aus, Herz an... Tanzen!

Terrorgruppe – Sündige Säuglinge hinter Klostermauern zur Lust verdammt - DVD

Oh, wie lange wurde sie angekündigt und oh wie lange habe ich darauf gewartet. Und Oh – wie wenig fällt mir jetzt dazu etwas ein, was ich schreiben soll… Ich hab mir jetzt den Film zweimal angeschaut und bin immer noch geplättet. Eigentlich hatte ich die 90er ziemlich schrecklich in Erinnerung, Aber wenn ich hier noch mal sehe, wie frei man doch manchmal war und welchen Blödsinn man anstellen konnte und die Möglichkeit bestand, damit auch noch Geld zu verdienen, könnte man doch manchmal wehmütig zurückblicken. Aber wat soll´s. Wat war, dat war und war is, dat is.
Auf einer DVD und einer CD geht es eben zurück in die Zeit, wat mal war. Und das macht, wie schon erwähnt, durchweg Spaß. Ich erinnere mich noch, wie ich 1997 in einer Vorband der TG fungierte. Damals noch unglaublich schlecht. Aber die TG waren unsere Helden und wir waren so unendlich stolz vorneweg zu spielen. „Blöd davor“ lässt grüßen. Leider haben es die Aufnahmen nicht auf die DVD geschafft, weil sie qualitativ wohl doch zu schlecht waren. Oder weil ich mir zu lange Zeit gelassen habe, sie dem Jacho zu schicken. Sonst wäre die DVD wohl erst 2020 fertig geworden. Irgendwann muss man ja auch mal den Cut machen…
Oder wie sie zu mir ins Radiostudio gekommen sind und eine Unplugged-Version von „Ernst August“ zum Besten gaben. Leider ist das DAT-Tape auch irgendwo verschollen, sonst hätte es vielleicht auch Platz auf der beiliegenden CD gefunden, die ausschließlich unveröffentlichte, rare und mit anderen Texten versehene Probeaufnahmen beinhaltet.
Alle Beteiligten der Band kommen zu Wort und blicken noch mal auf ihr Schaffenswerk zurück. Man bekommt Einblicke hinter die Kulissen der Band, Fernsehshows und Auftritten. Sehr schön, dass sie es doch noch auf die Reihe bekommen haben, diese DVD zu veröffentlichen. Letztendlich ist es ein gelungenes Schlusswerk der Band die so einige der heutigen Punkrocker beeinflusst haben durfte. Und ich bin froh, dabei gewesen zu sein.

Chefdenker – Jeder der uns sieht findet uns total geil – DVD

Im Prinzip kann man dem DVD-Titel nichts mehr hinzufügen. Und schon deshalb allein MUSS man sich die DVD kaufen. Wer es nicht tut, muss bescheuert sein. Wer es tut, allerdings auch. Denn nur ansatzweise kann man den schmalen Grat zwischen Wahnsinn und Genie der Band auf dieser DVD erahnen. Geboten wird ein munterer Mix hinter die Kulissen der Band, der allerdings nicht so erstaunlich ist, da sich die Band immer so gibt, wie sie eigentlich ist. Nichts Besonderes. Oder doch? Ja klar. Es macht von vorne bis hinten Spaß in Erinnerungen zu schwelgen, als Claus auf dem Force Attack eine „Klingelton – Laola“ anzetteln wollte (hier leider nicht zu sehen), an Jess Fahrkünsten teilzuhaben, Trinkspielen zuzusehen und generell Einblicke in das Schaffen der Kölner Band zu bekommen. Und dass der Herr Kremer 2x n BOCKWURSCHTBUDE Shirt/Pulli anhat, gibt der DVD generell 11 von möglichen 10 Punkten.