Endlich rollt der Raubeinreggae wieder durch Berlin.
Die Lokalhelden von Rolando Random & The Young Soul Reggae geben den Hauptstadt-Straßen-Anheizer
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Billy Talent sind im Studio und arbeiten an ihrem vierten Studioalbum (Ja, wir wissen: Wenn man die Platte „Watoosh!“ mitzählt, die noch unter dem Bandnamen Pezz veröffentlicht wurde, ist es natürlich das fünfte). Viel ist noch nicht bekannt über das neue Werk, außer, dass es mit ziemlicher Sicherheit nicht „Billy Talent IV“ heißen wird. Die ersten drei Platten hätten eine Trilogie gebildet, ließ sich Frontmann Benjamin Kowalewicz zitieren, und erläutert weiter: „Die neuen Songs sind ganz anders als alles, was wir bisher gespielt haben, aber es fängt die Eindringlichkeit unseres ersten Album wieder ein.“ Offensichtlich wird auch die Instrumentierung ein wenig erweitert. So hat die Band bekannt gegeben, dass beispielsweise Jeff Beecher, Kontrabassist beim Toronto Symphony Orchestra, als Gastmusiker dabei sei. Das ist ungewöhnlich, denn bislang spielten Billy Talent alles selbst ein, ohne Hilfe befreundeter Musiker. Es kündigt sich also Großes und Neues an bei den Kanadiern. Sicher ist aber auf jeden Fall, dass wir uns auf die 1.Single freuen dürfen, die bei uns ab Ende Mai zu hören sein wird. Gefolgt vom neuen Album Anfang September und mit einer anschließenden Europatour. Im Herbst stehen Sänger Kowalewicz, Gitarrist Ian D’Sa, Bassist Jonathan Gallant und der Schlagzeuger Aaron Solowoniuk wieder bei uns auf den großen Bühnen und präsentieren ihre neuen Songs live. Und für die Konzerte gilt ganz bestimmt das immer noch alte Motto: Shouting und Vocals, knackige Gitarrenriffs und die perfekte Balance von Druck und Transparenz im Sound machen die Shows von Billy Talent aus.
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SPARTAN ALLSTARS
(Ska & RockSteady / Berlin)
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After-Show-Party mit
SHAKE A LEG SOUNDSYSTEM
(Tübingen/Berlin)
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The Movement sind nach einer etwas längeren Kreativpause wieder zurück und rocken weiter mit politischem Engagement
und perfektem Style. As Mod as it gets.
Im ehemaligen Kato
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Am 25.05.12 erscheint das neue Album "HBLX" (Ministry Of Sound/Warner) der deutschen Crossover-Pioniere H-BLOCKX, das sie im September ausgiebig in Berlin vorstellen werden.
Einer ganzen Generation haben sich die Crossover-Hymnen der H-Blockx ins popkulturelle Gedächtnis gebrannt. Wer in Deutschland zwischen dreißig und fünfzig Jahre alt ist, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit zu „Risin´ High“ Parties gefeiert oder ist im Beat von „Move“ vor irgendeiner Bühne in die Luft gesprungen. Die Münsteraner sind die erfolgreichste heimische Crossoverband der 90er, mit „Risin´ High“ haben sie einen immergrünen Klassiker geschrieben, der unverrückbar Teil dieser Dekade ist. Ihr Groove bewegt die Massen bis heute. Allein fünfmal spielte der Vierer bei Rock Am Ring und versetzte zehntausende Festivalbesucher in Partystimmung. Und bei Rock Am Ring 2010 beginnt auch das jüngste Kapitel der H-Blockx-Story.
Als Vorgruppe von Kiss versetzte das Quartett die Festivalbesucher wieder mal in Hochstimmung, beflügelt von dem Auftritt beschloss die Band noch einmal ins Studio zu gehen, um diesen ganz speziellen Live-Vibe und die Energie einzufangen. Mit Produzent Vincent Sorg (Die Toten Hosen, In Extremo u.a.). und Partner Jörg Umbreit traf man sich in den Principal-Studios nahe Münster, wo in gut vier Wochen „HBLX“ entstand, ein Werk, das die Tugenden des ersten legendären Albums „Time To Move“ fortführt. An diesen unvergessenen Auftritt bei Rock am Ring anknüpfend und beflügelt von den neuen Songs wurden für 2012 über 18 Festivals im In- und Ausland gebucht. Im September 2012 werden Henning Wehland (Gesang), Tim „Tinte“ Humpe (Gitarre), Stephan „Gudze“ Hinz (Bass) und Steffen „Steddy“ Wilmking (Schlagzeug) den Bühnen Deutschlands die Ehre geben.
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Rootsig, knarzig, reggae.
Der Berliner Jung Martin Jondo feiert die Release seines inzwischen vierten Albums! Könnte ne party werden.
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ab 15.00 Uhr
FSX (Freie Schule Kreuzberg) lädt ein:
FREIE SCHULE BLEIBT IM KIEZ !
"Wir wollen nicht mehr warten, wir brauchen Räume + 'nen Garten!"
Die Freie Schule Kreuzberg lädt hiermit alle Interessierten, Engagierten und Feiermotivierten Kreuzberger & auswärtige Schüler, Weggefährten, Freunde, Nachbarn, Initiativen, Schulen, Kinderläden und Projekte herzlich ein mitzufeiern!
Es gibt Musik von Kinder- & "Grossen"-Bands, DJs, Aktionskunst und -Künstler, Clowns & Performer, Ausstellung & Filme, Mal- & Schokokussweitwurf-Maschinen, einen Kids-Flohmarkt, warmes und kaltes Essen, Waffeln, Salate, Kuchen, Kinder-Cocktails und sogar vegane Sushi.
Feiert mit der FSX! Ihr seid alle eingeladen!
Wir wollen bei der ganzen Feierei aber auch nicht vergessen, dass die Existenz der Freien Schule in diesem Moment akut bedroht ist. Wie so viele andere Gebäude in unserem Kiez wurde auch das Haus in der Zeughofstrasse von einer privaten Immobiliengesellschaft aufgekauft, mit dem Ziel die Räume einer profitableren Verwertung in Form von Lofts und Galerien zuzuführen.
Die FSX sucht neue Räume!
Diese Feier soll also auch dazu dienen auf unsere bedrohte Lage aufmerksam zu machen, uns mit anderen Betroffenen & Initiativen zu vernetzen und die Möglichkeiten alternativer Räume & Standorte auszuloten.
http://freieschulekreuzberg.de/
http://www.clash-berlin.de/
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Dog Eat Dog entstehen 1989 im Umfeld von Mucky Pup, einer in New Jersey recht erfolgreichen Crossover-Band. Im Unterschied zu anderen Bands dieses Genres setzen Dog Eat Dog zusätzlich zur normalen Instrumentierung ein Saxophon ein, das ihrer Musik eine eigene Note gibt. Die Idee zu Dog Eat Dog haben die beiden Mucky Pup-Mucker Dave Neabore (Bass) und Sean Kilkenny (Gitarre), die mit ihrem ehemaligen Roadie John Connor am Gesang gemeinsame Sache machen wollen. Auch Dan Nastasi (ebenfalls Gitarrist bei Mucky Pup) schließt sich der Meute noch an. Allein der Platz auf dem Drumhocker erweist sich als relativ unsicher. Davon lassen sie sich aber nicht aufhalten, sondern spielen schnell ihr erstes Demo ein. Dieses drückt Biohazard-Klamper Billy Graziadei den Verantwortlichen bei Roadrunner Records in die Hand und schon haben Dog Eat Dog einen Deal. So erscheint 1993 die "Warrant E.P.", welche eine direkte Anspielung auf das Warrant Album "Dog Eat Dog" ist. Zwar ist die EP nur mäßig erfolgreich, doch schon ein Jahr später legen sie mit "All Boro Kings" kräftig nach. Mit den beiden Singles "No Fronts" und "Who's The King?" dürfte ihnen auch ein Platz im Crossover-Himmel sicher sein. Gastsänger auf dem Album ist Darryl Jenifer von den Bad Brains, mit denen sie zuvor auf Tour waren. Bevor 1996 "Play Games" erscheint, sind sie erneut in Europa auf Tour. Diese Mal begleiten sie jedoch Biohazard und Downset. Inzwischen hat sich Brandon Finlay den Platz hinter dem Drumkit gesichert, doch auch diverse andere Musiker tragen ihren Teil zu "Play Games" bei. So liefert nicht nur Ronnie James Dio einen Gastbeitrag ab, sondern auch RZA vom Wu-Tang Clan. Leider packt Dan seine Koffer, weswegen Ex-Mucky Pup-Basser Mark DeBacker die zweite Gitarre übernimmt. Zusätzlich lässt noch Scott Mueller seine Luft durch's Saxophon ab. Ein weiterer Besetzungswechsel steht an als Scott und Mark der Band den Rücken kehren, doch auch ohne deren Mithilfe erscheint im Sommer 1999 "Amped". Nach Kontroversen mit der Plattenfirma trennen sich die Wege der Band und des Labels im folgenden Jahr. Für das Label ist die Trennung Anlass genug, die gemeinsamen Jahre noch einmal in einem Best Of-Album auszuschlachten. In der Folgezeit ist die Band alles andere als untätig. Angestachelt von ihren enthusiastischen Fans touren DOG EAT DOG rund um den Planeten und geben energetisch schweißtreiben Auftritte, die in einer gigntischen Party endet. Das Triumvirat Dave Neabore, Dan Nastasi und Sean Kilkenny krallt sich 2002 schließlich den ehemaligen Bloodhound Gang Drummer John Milnes und nimmt unter dem Namen All Boro Kings die Scheibe "Just For The Fun Of It" auf. Es dauert jedoch noch bis 2006, ehe Dog Eat Dog endlich wieder mit einem neuen Longplayer um die Ecke kommen. "Walk With Me" erscheint im Mai, produziert hat Thumb/Alternative Allstars-Mann Claus Grabke. Gäste auf dem Album sind Marta Jandova (Die Happy), Dr. Ring-Ding, der Hip Hopper Heartbeat und sogar Posaunist Greg Boyer, der sonst mit Künstlern wie Prince oder Beyoncé auf der Bühne steht. Auch ohne weitere Tonträgerveröffentlichungen sind DOG EAT DOG permanent unterwegs und rocken die Clubs zwischen Rio und Ulan Bator, zelebrieren 2010 das 20jährige Bandjubiläum, werden weder altersmüde noch lassen sie sich von kurzlebigen Trends beeindrucken und leben getreu dem Motto: Erwarte das Unerwartete. Und so gehen sie in Berlin im Herbst auf die Bühne und feuern Hits aus der Hüfte.
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Die APPD lädt einmal mehr zur traditionellen Wasser- und Schlammschlacht auf der Oberbaumbrücke. Friedrichshain und Kreuzberg kämpfen
bis auf den letzten Brack-Wasser-Beutel um die Kontrolle auf der Grenzbrücke. Heroische Szenen spielen sich ab (wobei der Fhain häufig dank schweren Geräts) am Ende die Oberhand gewinnt.
Raus auf die Straße zur großen Plantschparty!
Beginn: High Noon (12 Uhr Mittags!!)
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BAM BAM SHAKA LANG - Rocksteady, Reggae, Dub, Ska, Roots mit King David, Don Rocksha, Breadda Henry und Dr.Jekyll & Mr. Hyde. Mit selbstgebautem Soundsystem - Kommt vorbei, genießt den Bass und tanzt mit uns!
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Berlins erfolgreiche "meiste Band der Welt" kann auf ein grandioses Jahr 2011 blicken. Am 09.12.11 und 10.12.11 spielen die glorreichen Drei zwei längst ausverkaufte Konzerte in ihrer Heimatstadt und werden das neue Album "Ü 77" ausgiebig zelebrieren. 2012 legen KNORKATOR richtig los und lassen es in der Zitadelle ordentlich krachen! Dazu haben sie sich einige Freunde eingeladen, die dieses Open Air zu einem ganz besonderen Ereignis machen. Der Vorverkauf hat begonnen. Schnell ein Ticket sichern,bevor es wieder heißt: ausverkauft!
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live ab 15 Uhr: Marie Chain, special guest, Lena Stoehrfaktor, Stonedrifters.
Djs: bang bang shakalang Soundsystem (dub roots), Zyde FX (reggae, dancehall), Dj Tobi (60´s,70´s), Dr. Jekyll& Mr. Hyde (Ska, RnB)
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+Emersound & Band (Bras. Reggae)
Single Release Show!
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+ Zargenbruch
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+ Le Fly
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Am 14.01.78 verabschieden sich die SEX PISTOLS beim letzten Auftritt ihrer Amerika-Tour in San Francisco für immer von der Bühne. Im Vorprogramm dieses denkwürdigen Abends tritt eine junge kalifornische Punkband namens THE AVENGERS auf. Die Newcomer um die charismatische Sängerin Penelope Houston haben zu diesem Zeitpunkt bereits mehr Konzerte gespielt als es die Sex Pistols je vermochten, und trotzdem lösen sich THE AVENGERS nach zwei sehr intensiven Jahren ebenfalls auf. Sie hinterlassen ein ähnlich spärlich dokumentiertes Ouevre wie die Briten-gerade mal eine Hand voll Singles bleibt im Angesicht der Ewigkeit.
Abgesehen von einem obskuren Album aus dem Jahr 1983, auf dem verschiedene (Studio-)Aufnahmen (und die Liveaufnahme „Fuck you“) aus den Jahren 1977-79 von Danny Furious, dem ehemaligen Schlagzeuger der Band, zusammengestellt wurden. Veröffentlicht wurde das Ganze auf CD Presents Ltd., einem kurzlebigen Indie-Label. Dieses Album wurde aber nur in einer kleinen Stückzahl gepresst und ist längst ein gesuchtes Sammlerobjekt.
Neben diversen Bootlegs wurde erst 1999 ein offizielles Album der AVENGERS unter dem Titel „Died For Your Sins“ auf Lookout Records veröffentlicht. Neben Live- und Demoaufnahmen gibt es hier drei „neue“ AVENGERS-Songs: „I want in“, „Crazy homicide“ und „The end of the world“ wurden unter dem Namen scAVENGERS neu eingespielt. Aber bei dieser Veröffentlichung ist es nicht geblieben. Zurzeit geben die scAVENGERS in den USA sogar einige Konzerte. Neben Penelope Houston als Sängerin ist auch der ehemalige Gitarrist Greg Ingraham mit von der Partie. Die anderen beiden Bandmitglieder James Wisley (Bass) und Danny Furious (Schlagzeug) haben keine Zeit, bzw. sind nicht erreichbar. James wohnt in Los Angeles und spielt in einer Instrumental-Country-Surf-Band namens MISTERYS. Danny lebt in Schweden und leitet ein Restaurant. Ihren Part haben Joel Reader (Bass) und Luis Illades (Schlagzeug) von den PLUS ONES bzw. von PANSY DIVISION übernommen.
Penelope Houston, Sängerin und Songschreiberin der Band, galt bereits damals als Archetyp der unbeugsamen Rock‘n‘Roll-Frau. Ihre Kraft und ihre Aggressivität machen aus den kraftvollen Punkstücken persönliche Statements. In ihren düsteren Texten geht es um die psychologischen Momente der gesellschaftlichen Entfremdung. Es geht darum, was passiert, wenn eine Person kein Kind mehr ist und in die Welt hinaus geht – in die Welt der Erwachsenen. Das ist oft schockierend. Penelope Houston kam aus ihrem kindlichen Schneckenhaus heraus und sah plötzlich, was alles in der Welt vor sich ging, und dachte nur, dass das alles scheiße ist. In dem Song „The American in me“ macht sich Penelope Houston Gedanken über einen alten Werbeslogan der US-Army: „Frag nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern, was du für dein Land tun kannst.“ Der Text von „The American in me“ ist auch nach 26 Jahren noch immer bedrückend aktuell. Ein Auszug: „It‘s the American in me that makes me watch the blood running out of the bullethole in his head. It‘s the American in me that makes me watch TV see on the news, listen what the man said. He said: ‚Ask not what you can do for your country, what‘s your country been doing to you. Ask not what you can do for your country, what‘s your country been doing to your mind?‘“
Im Rahmen der Anti-Bush-Kampagne sang Penelope Huston diesen Song auch live mit MISSION OF BURMA. „The American in me“ wurde im Mai 2004 auf einem neuen, gleichnamigen, AVENGERS-Album veröffentlicht. Neben acht Live-Songs vom drittletzten Konzert der Band (ein Nachmittagskonzert vom 13. Juni 1979) gibt es vier bisher unveröffentlichte Studioversionen aus einer Aufnahmesession vom 28. Juni 1978. Am Regler saß Steve Jones. Der Kontakt zu dem ehemaligen Gitarristen der SEX PISTOLS entstand nach dem gemeinsamen Konzert 1978.
Vermutlich ist Steve Jones bei einigen Stücken nicht nur als Produzent, sondern auch als Gitarrist in Erscheinung getreten. Jedenfalls wurden die von Steve Jones produzierten Songs 1979 ursprünglich auf einer EP veröffentlicht. Aber zu diesem Zeitpunkt hatten sich die AVENGERS bereits aufgelöst. Nach immer größer werdenden Spannungen zwischen Penelope und Greg Ingraham, dem Gitarristen, verließ Greg Ende 1978 die Band. Seinen Platz übernahm Brad Kent (ex-D.O.A.), der bei den neu veröffentlichten Live-Aufnahmen zu hören ist. Fast parallel zum AVENGERS-Album wurde im Juni 2004, nach sechs Jahren Pause, auch mit „The Pale Green Girl“ ein neues Soloalbum von Penelope Houston von DBK Works veröffentlicht.
Nachdem sich die AVENGERS 1979 aufgelöst hatten, zog es Penelope erst einmal für Filmprojekte nach Los Angeles und später nach London. Hier arbeitete sie u.a. mit Howard Devoto zusammen (ex-BUZZCOCKS und MAGAZINE). Mitte der 80er Jahre kehrte sie nach San Francisco zurück. In der Zwischenzeit hatte sich ihr Musikgeschmack geändert. Während aus Punk Hardcore wurde, interessierte sich Penelope eher für ruhigere Klänge. Beeinflusst von Tom Waits‘ Album „Swordfishtrombones“ und den VIOLENT FEMMES entdeckte sie Akkordeon, Harfe, Kontrabass und akustische Gitarren. Zusammen mit Phil Lithmann aka Snakefinger arbeitete sie an einem Folk-orientierten Album. Fünf Songs waren bereits eingespielt, als Snakefinger 1988 während einer Tour in Linz an Herzversagen verstarb. Penelope Houston nahm mit den restlichen Bandmitgliedern noch einige Demos auf, danach zerbrach die Band dann. Dennoch entschloss sie sich, die vorhandenen Aufnahmen 1988 als „Birdhouse“-LP auf Subterrenean zu veröffentlichen.
Nach diesem Album zog sich Penelope Houston erstmal aus dem Musikgeschäft zurück. Sie hatte genug von Musikern und davon, sich in einer Band mit verschiedenen Persönlichkeiten auseinander zusetzen. Auch der mangelnde Erfolg des Albums war für sie enttäuschend: Schließlich waren andere Singer- und Songwriter-Kolleginnen wie Michelle Shocked oder Suzanne Vega zur selben Zeit mit ihren akustischen und Folk-orientierten Alben weitaus erfolgreicher. Penelope Houston arbeitete erstmal als Bibliotheks-assistentin, was sie übrigens immer noch tut. 1993 hatte sie, nach längerer Suche, eine neue Plattenfirma und auch neue Begleitmusiker gefunden, die ihre Vorstellungen adäquat umsetzten. Viele alte Fans waren von dieser Musik überrascht, und Houston war mit ihrer Folkmusik in den Vereinigten Staaten auch nicht besonders erfolgreich.
Die Folkszene nahm die Musik der ehemaligen Frontfrau einer Punkband nicht ernst, und aus der Punkszene kam der Vorwurf des Ausverkaufs. Sie saß zwischen den Stühlen. In einem Interview mit dem amerikanischen Fanzine Maximum Rock‘n‘Roll stellte Penelope Houston damals klar, dass es für sie viel einfacher wäre, schnelles Geld zu machen, wenn sie die AVENGERS reformieren und wieder auf Tour gehen würde: „Dann hätte ich Geld, und könnte mir ein eigenes Haus kaufen. Heute, viele Jahre später, gehe ich mit den scAVENGERS auf Tour und lebe zusammen mit meinem Mann in einem gekauften Haus. Sogar mit einem Garten, in dem morgens die Vögel singen.“ Viele alte AVENGERS-Fans mochten auch ihre neuen Sachen und verstanden ihren musikalischen Wandel. Im Grunde blieb Penelope Houston ja auch sich selbst treu. Denn bereits die Musik der AVENGERS verstand sie als Folkmusik: „Folkmusik in dem Sinne, dass es ausschließlich Musik ist, die für Freunde gespielt wird. Ursprünglich ist Folkmusik Musik von einfachen Leuten, für einfache Leute. Und keine Musik von Hofmusikern, die nur für die Könige spielten. Als die AVENGERS begannen, spielten wir für Freunde und Nachbarn, und brachten so die Musik aus den großen Rockarenen wieder in die Garage zurück.“
Kommerziell erfolgreich war Penelope Houston dafür in Deutschland. Hier wurde sie in der Presse Anfang der 90er sogar als „ungekrönte Königin“ der Folkmusik bezeichnet. Zwischen 1993 und 1996 veröffentlichte Penelope Houston exklusiv zwei weitere Alben auf dem deutschen Label Normal in der „Return to sender“-Reihe. Die beiden Mini-CDs „Silk Purse“ aus dem Jahr 1993 und „Crazy Baby“ von 1994 sind mittlerweile vergriffen und wurden im Jahr 2000 von Normal Records unter dem Titel „Once In A Blue Moon“ wiederveröffentlicht. Auf „Crazy Baby“ überrascht neben den ruhigen Folksongs der Song „Loners of America“, der bedeutend rockiger rüberkommt. Der zweistimmige Gesang und die Musik erinnert stark an die spätere Phase der US-Punkband X aus Los Angeles.
Zwischen 1991 und 1993 gab es aber eine längere Pause – Penelope suchte nach passenden neuen Begleitmusikern. 1993 und 1994 kamen mit „The Whole World“ und „Karmal Apple“ zwei weitere Folk-geprägte Alben heraus. Ihren endgültigen Durchbruch schaffte Penelope Houston 1996 mit dem Song „Glad I‘m a girl“ von dem Album „Cut You“. Einige Songs von „Cut You“, wie auch „Glad I‘m a girl“, wurden bereits zuvor auf dem 1993 veröffentlichten Album „The whole world“ veröffentlicht. Auf „Cut You“ klingt „Glad I‘m a girl“ allerdings bedeutend rockiger und wurde auch zu einer Art Glaubensbekenntnis: „If‘ it‘s a man‘s world – than I‘m glad I‘m a girl“.
Auf dem nächsten, 1998 veröffentlichten Album „Tongue“ bleibt die E-Gitarre weiterhin eingestöpselt. Neben einer Punkversion von „New day“ mit Billy Joe Armstrong von GREEN DAY und einigen Ausflügen in poppige Gefilde („Subway“ oder das CHUMBAWAMBA-mäßige „Scum“) geht es hier aber nicht nur musikalisch („Worm“) bedeutend härter zur Sache. Auch textlich gibt es keine Tabus, ob weibliche Selbstbefriedigung, sexuelle Obsessionen, die Abrechnung mit einem Menschen aus der Musikindustrie oder ein (fiktiver) Song über das Innenleben einer Frau mit dem Namen Happy Friday, die nach einem Schlaganfall gelähmt in einer Klink liegt. Es gibt sie noch, die zynischen und oft bitteren Betrachtungen der Geschlechterverhältnisse, des weiblichen Rollenverständnisses und der Beziehungen zwischen Männern und Frauen. Penelope Houstons Einstellung zum Leben ist gewiss zynisch, aber dennoch stets hoffungsvoll. Mit „My angel lost her wings“ verarbeitet sich auch die Trennung von Pat Johnson, ihrem langjährigen Gitarristen und Partner – nicht nur beim Songschreiben.
In den folgenden sechs Jahren findet Penelope eine neue Liebe, engagiert sich politisch (gegen den zweiten Irakkrieg) und findet immer mehr zurück zu ihren Wurzeln. Sie durchforstet ihren Dachboden nach alten AVENGERS-Aufnahmen, nimmt alte AVENGERS-Songs neu auf – „Corpus christi“, wiederum mit Billy Joe Armstrong – und schreibt neue Songs. Einige Stücke wurden 2003 auf einer Compilation namens „Eighteen Stories Down“ veröffentlicht. Unter dem Titel „Snap Shot“ wird im selben Jahr eine EP mit fünf Coverversionen veröffentlicht – in Deutschland ist die exklusiv über Glitterhouse erhältlich. Zusammen mit Pat Johnson veröffentlicht Penelope Houston dann 2004 mit „The Pale Green Girl“ wieder ein neues Album mit eher ruhigen Folksongs mit Sixties-Einflüssen, darunter „Buffalo ballet“, eine wunderschöne Coverversion eines John Cale-Songs – und weiterhin gibt es diese bitteren und zynischen Texte wie bei dem Song „Soul redeemer“: „He was a bigger man, dressed in blue, pushed me into the back. His hands were hurting, grabbing, choking. I felt his body go slack. (Bang Bang.) Soul Redeemer, Soul Redeemer. Why did you take me, strip me, rape me and why am I the one who’s punished here?“
Jetzt ist Penelope Houston mit THE AVENGERS zurück und beweist, daß die Geschichte des Punkrock keineswegs auf eine kurze Dekade des letzten Jahrtausends zu begrenzen ist, sondern ein fortdauerndes soziales und musikalisches Experiment der Gegenwart und Zukunft.
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Nach einigen Solo-Shows von TOMMY GABEL, haben sich AGAINST ME! nun wieder zusammengefunden und kommen, nach einer gemeinsamen USA-Tour mit der legendären Rockband THE CULT, im Sommer nach Deutschland, um neben einigen Festivals eine exklusive Show in Berlin zu spielen.
Seit Februar dieses Jahres arbeiten AGAINST ME! an ihrem neuen Album mit dem Titel "Transgender Dysphoria Blues", welches auf ihrem eigenen Label "Total Trebel Music" erscheinen und im neugebauten "Total Trebel Studio" der Band aufgenommen wird. Die Wahl des Albumnamens ist keine Zufällige, verkündete GABEL erst diesen Monat, dass er fortan als Frau unter dem Namen Laura Jane Grace weiterleben werde.
Im Juli kommen AGAINST ME! mit neuen Songs nach Berlin!
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